Burkard Waltenspül, Grafiker
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Gedenktaler «950 Jahre Kloster Muri»

Nach diesen von mir gestalteten Vorlagen wurden im Februar/März 1977 bei der Firma HUGENIN SA, La Chaux-de-Fonds, je 1000 Stück in Gold und 1000 Stück in Silber geprägt.

Oben: Vorderseite Ø 33 mm, Stab, Mütze, Wappen Muri,
Wappen Singisen

Unten: Rückseite Ø 33 mm, Klosteransicht von Norden

Exemplare beider Ausführungen sind in der ständigen Ausstellung des Klostermuseums in Muri ausgestellt.

Das Kloster Muri wurde um 1027 durch die Gräfin Ita von Lothrimgen und von ihrem Gatten, Graf Radbot von Habsburg, gegründet. Durch unrechtmässiges Handeln war das Gebiet der nachmaligen Gemeinde Muri in habsurgischen Besitz gekommen. Dieses Unrecht wollte Ita durch die Klostergründung sühnen.

Der Grundriss des Benediktinerklosters Muri stammt aus der Mitte des 11. Jahrhunderts. Eine romanische Bauform, die schon unter den karolingischen, ottonischen, sächsischen Herrschern angewendet wurde.

Alle Thronanwärter aus den nördlichen Teilen Europas zogen zur Kaiserkrönung nach Rom. Muri lag an einem wichtigen Hauptverkehrsweg von Basel über den Gotthard. Kaiser, Könige, Herzöge und Grafen gründeten an den Strassen über die Alpen Klöster als Herbergen. Als Verantwortliche für den Wegbau sicherten sie sich damit auch ihre Durchgangswege. Das war wohl ein weiterer Grund für die Klostergründung in Muri.

Die anfänglich rein romanische Klosteranlage (Zustand 1070) erhielt erst durch die späteren Umbauten und Erweiterungen ihr heutiges Gesicht. Die während Jahrhunderten eingebrachten, romanischen, gotischen und barocken Stilelemente bilden zusammen mit den hochkarätigen Orgelkonzerten einen höchst erlesenen Kunstgenuss für viele Kunstkenner.

Sammlung MURENSIA

In diese Sammlung werden alle im Zusammenhang mit dem Kloster, der Gemeinde Muri und des Freiamts stehenden, geschichtlich relevanten Arbeiten und Dokumente eingebracht. So auch die von meinen Bruder Josef Waltenspül (1926-1998) verfassten Biographien (Klostermönche), seine projektbezogene Bibliothek, seine engagierten Berichte über die Zeit der Klosteraufhebung (1841), seine fundierte Familienforschung über mehrere Freiämtergeschlechter sowie seine zahlreichen Publikationen über die lokalen Institutionen und Vereine.